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Marke trifft auf Leidenschaft

Was gute Zusammenarbeit möglich macht

Marke trifft auf Leidenschaft
Fotos: Green Forest Media Production

Fachgruppenobmann-Stv. Timm Uthe, Georg und Nicole Gilli, Andreas Gabler, Fachgruppenobmann Andreas Kirnberger, Werbemonitor-Chefredakteurin Sabine Wolfram und Fachgruppengeschäftsführer Clemens Grießenberger vor dem Eingangstor in die Mühle (v. l.)

Ein idyllischer Ort am Rande von Eggenburg, eine mit viel Liebe restaurierte Mühle und Produkte, hinter denen eine ganz persönliche Geschichte steckt: #ONTOUR führte diesmal zu Georg Gilli und seiner Ölmühle. Mit dabei ist Andreas Gabler, dessen Agentur der Marke ihr unverwechselbares Gesicht verliehen hat.

Schon bei der Ankunft zeigt sich, dass hier vieles mit Liebe zum Detail entstanden ist. Rund um die wunderschön restaurierte alte Mühle blühen die Blumen, wir werden herzlich empfangen und sind gleich mitten im Geschehen. Wenn Georg Gilli von seiner Mühle und seinen Produkten erzählt, ist seine Leidenschaft spürbar. Den Anfang machten hochwertige Öle, mittlerweile ergänzen Essige das Sortiment – eine Idee, die von Nicole Gilli kam und die Produktwelt weiterwachsen ließ. Später werden wir uns bei einer Verkostung selbst davon überzeugen.

Doch zuerst geht es zurück an den Anfang. Denn eigentlich war der Weg von Georg Gilli keineswegs vorgezeichnet. Er ist der fünfte Georg Gilli in der Familie, aber der erste, der zunächst nicht Müllermeister wurde. Stattdessen studierte er, lernte dabei die Welt des Marketings kennen und entschied sich schließlich doch für die Rückkehr zur alten Mühle. Den ältesten Teil der ehemaligen Getreidemühle verwandelte er in ein Museum und integrierte darin eine kleine Ölmühle. Aus der Verbindung von Geschichte, Handwerk und neuen Ideen entstand Schritt für Schritt ein Betrieb mit einem klaren Anspruch: Hochwertige Produkte sollten einen entsprechend starken Auftritt bekommen.

Ein gutes Produkt braucht ein Gesicht
Für den Unternehmer war früh klar, dass bei einem Premiumprodukt die Marke eine ebenso wichtige Rolle spielt wie die Qualität – und dass die professionelle Gestaltung nicht seine Aufgabe sein sollte. Also begann die Suche nach einer Agentur, die verstand, was er vermitteln wollte. Über eine Empfehlung kam Andreas Gabler ins Spiel. Für ihn und sein Team begann die Markenentwicklung nicht am Schreibtisch, sondern direkt vor Ort. Wer eine Marke entwickeln will, muss schließlich zuerst verstehen, wer dahintersteht, was diesen Menschen antreibt und wohin die Reise gehen soll. Der erste Besuch führte daher in eine Mühle, die vom heutigen idyllischen Bild noch weit entfernt war. Damals war hier Baustelle. Genau dort fanden die ersten Workshops statt: ganz analog mit Flipcharts, vielen Fragen und langen Gesprächen. Georg Gilli erzählte von seiner Vision, Andreas Gabler und sein Team hörten zu und arbeiteten heraus, was den Ort, die Produkte und den Menschen dahinter besonders machen.

Die Marke sollte nichts erfinden, sondern sichtbar machen, was längst da war.

Den Kern der Marke finden
Das Regionale, die Bodenständigkeit und nicht zuletzt die Persönlichkeit von Georg Gilli wurden zur Basis der Gestaltung. Die Marke sollte nichts erfinden, sondern sichtbar machen, was längst da war. Bis zum fertigen Auftritt brauchte es zahlreiche Entwürfe, Abstimmungen und Layoutschleifen. Der Kern war jedoch früh gefunden. Genau das ist heute vor Ort zu spüren: Marke, Produkte, Mühle und die Menschen dahinter erzählen dieselbe Geschichte.

Preise abgeräumt
Dass dieser Ansatz funktioniert, bestätigte schließlich die Branche. Einige seiner Produkte erhielten die Auszeichnung „Öl-Kaiser“ und die Gestaltung wurde beim Goldenen Hahn 2024 und mit dem Bundeswerbepreis Austriacus ausgezeichnet. Für Georg Gilli war das vor allem eine Bestätigung seiner Entscheidung für die Agentur – und dafür, dass Produkt und Markenauftritt zusammenpassen. Gleichzeitig ließ sich die Auszeichnung in der Kommunikation nach außen nutzen. Für Andreas Gabler haben solche Preise ebenfalls eine Bedeutung, die über die Freude am Gewinn einer Trophäe hinausgeht. Markenentwicklung ist ein Prozess voller Entscheidungen und Fragen. Die Beurteilung durch unabhängige Branchenprofis gibt zusätzliche Orientierung und Anerkennung. Dazu kommt die Sichtbarkeit, die eine Auszeichnung sowohl für die Agentur als auch ihre Arbeit ist.

Jetzt wird verkostet
Und dann stehen wieder die Produkte im Mittelpunkt. Bei der Verkostung wandern Öle und Essige durch die Runde, es wird probiert, nachgefragt und über Geschmacksrichtungen gesprochen. Was zuvor über Markenentwicklung, Gestaltung und Zusammenarbeit erzählt wurde, lässt sich plötzlich schmecken. Gerade diese Nähe ist für Andreas Gabler ein wichtiger Teil zukünftiger Agenturarbeit. Während vieles digitaler wird und KI immer mehr Aufgaben übernehmen kann, bleiben der persönliche Austausch, das gemeinsame Entwickeln und das Gespür für die Menschen auf Kundenseite entscheidend. Reaktionen wahrnehmen, Emotionen erkennen und miteinander an einer Idee arbeiten – all das entsteht nicht auf Distanz. Der Besuch bei Georg Gilli zeigt, was daraus werden kann: Am Anfang standen ein gutes Produkt und die Leidenschaft dafür. Die Agentur machte daraus eine Marke, die genau diese Geschichte nach außen trägt.